Hilft Allergikern ein Luftreiniger? Allergie-Risiko durch Babyschwimmen?

Ob der frühzeitige Kontakt von Kindern zu Haustieren das Allergie-Risiko eher erhöht oder eher reduziert, war lange Zeit umstritten. Für Hundehalter gibt es jetzt gute Nachrichten: Eine Studie deutscher Forscher zeigt eindeutig, dass Kinder, die mit Hunden im Haushalt aufwachsen, ein deutlich verringertes Allergie-Risiko haben.

Die Forscher vom Helmholtz-Zentrum München und der Universität München haben 3.000 Familien mit Kindern in München, Leipzig, Wesel und Bad Honnef untersucht. Diese Familien wurden von Geburt der Kinder beobachtet und regelmäßig befragt. Im Alter von sechs Jahren wurde die Kinder zudem auf Antikörper untersucht, die auf eine besondere Sensibilisierung gegenüber Pollen, Katzen, Hunden, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen hindeuten und bei Allergien eine zentrale Rolle spielen.

Konkret weisen Kinder, die in einem Haushalt mit Hund aufwachsen, im Alter von sechs Jahren bis zu 50 Prozent seltener Zeichen einer allergischen Sensibilisierung auf als Kinder aus Familien ohne Hund. Ein sporadischer Kontakt zu Hunden außerhalb des Haushalts hingegen scheint keine positiven Auswirkungen auf die Allergie-Wahrscheinlichkeit zu haben.

Mit konkreten Empfehlungen sind die Forscher allerdings vorsichtig: “Solange wir die Mechanismen, die dem schützenden Effekt eines Hundes zugrunde liegen, nicht verstanden haben, können wir keine weiteren Schlüsse ziehen oder Empfehlungen aussprechen.” Immerhin haben besorgte Eltern, die bereits einen Hund besitzen, jedoch auch keinen Grund, sich um eine negative Wirkung zu sorgen und eine Abschaffung des Hundes zu erwägen.

Quelle: European Respiratory Journal

Stand: 30. April 2008

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