Hund verringert Allergie-Risiko

Babyschwimmen ist in Mode - doch ganz unproblematisch ist der Spaß für die Kleinen nicht: Es drohen Ohrenentzündigungen und bakterielle Durchfallerkrankungen. Auch gewisse Allergierisiken können nicht sicher ausgeschlossen werden.

Schuld ist das Chlor - zu wenig davon erhöht das Risiko bakterieller Infektionen, zu viel sorgt für eine Belastung der Atemwege, die gerade bei Kleinstkindern aufgrund des noch unfertig entwickelten Lungengewebes problematisch ist. Doch während das Risiko von Magen-Darm-Infektionen und Mittelohrentzündungen laut einer deutschen Studie aus dem Jahr 2007 statistisch signifikant - nämlich um 40 Prozent - höher ist als bei Babys, die nicht schwimmen, wird das Allergie-Risiko wohl eher überbewertet:

So kommt eine norwegische Studie aus dem Mai 2008 zu dem Ergebnis, dass das Risiko von Atemwegserkrankungen und Asthma bei Kindern gesunder Eltern durch das Babyschwimmen nicht erhöht ist. Selbst bei Eltern, die unter Allergien oder Asthma leiden, ist das Risiko für Atemwegserkrankungen durch Babyschwimmen nur unwesentlich höher als bei Babys, die nicht mit Chlorwasser in Kontakt kamen. Eine andere Studie aus Belgien kam zu einem deutlich höheren Asthma-Risiko - allerdings ist das Schwimmbadwasser in Belgien deutlich stärker gechlort als hierzulande, so dass die Ergebnisse nicht übertragbar sind.

Dennoch raten Kinderärzte vom Babyschwimmen für die ganz Kleinen ab: “Chlorierte Bäder können möglicherweise das noch nicht voll entwickelte Lungengewebe angreifen und zu vermehrten Atemwegsinfekten führen”, so Dr. Ulrich Fegeler, Kinderarzt und Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Einen Vorteil bringt das Babyschwimmen ohnehin nicht: Das wirkliche Schwimmenlernen wird dadurch nicht erleichtert. Schwimmbadbesuche vor dem vierten Lebensjahr dienen also mehr der “Bespaßung” der Kinder - und dafür erscheint das gesundheitliche Risiko doch etwas zu hoch.

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